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Orale Chirurgie und Implantologie in der täglichen Praxis–Teil 1: Von der Fallplanung zur Durchführung mit den neuen Gold-Standard-Methoden

Das erste Webinar der dreiteiligen Reihe bietet eine kurze Einführung in die Biologie der Knochenheilung, eine kritische Betrachtung der Auswirkungen verschiedener Instrumente zur Knochenbearbeitung sowie zahlreiche Fallbeispiele.

Auf Basis einer 2017 publizierten umfangreichen systematischen Review, in der traditionelle rotierende Instrumente zur Kieferknochenbearbeitung mit Laser- und Piezotome-chirurgischen Instrumenten auf molekularbiologischer, mikroskopischer und klinischer Ebene miteinander verglichen wurden, ergibt die wissenschaftliche Faktenlage, dass sich die Piezotome-Chirurgie zweifelsfrei als neuer Gold-Standard der Zahnheilkunde etabliert hat und völlig neue, minimalinvasive Operationstechniken erlaubt. Die Piezotome-Chirurgie ermöglicht den derzeit bestmöglichen Erhalt des Kieferkammes im Rahmen der routinemässigen Entfernung von (ankylosierten) Zähnen, Wurzelresten und impaktierten Zähnen, sodass in den meisten Fällen – da die Alveole zerstörungsfrei erhalten bleibt – eine aufwändige „Ridge-Preservation“ für eine zukünftige Implantatsetzung vermieden werden kann. In der allgemeinen Zahnchirurgie erlaubt die Piezotome-Chirurgie insbesondere bei der Entfernung von impaktierten Weisheitszähnen, Zystenenukleationen und Wurzelspitzenresektionen ein minimalinvasives Vorgehen, ein Maximum an Schonung kritischer Weichteilstrukturen (Nervus mandibularis, Kieferhöhlenschleimhaut) sowie die vollständige anatomische Rekonstruktion des Operationsgebietes ohne Vernichtung vitalen Knochengewebes. Die postoperative Patientenmorbidität ist verglichen mit rotierenden Instrumenten hochsignfikant geringer (> 50 Prozent), wie alle diesbezüglichen klinischen Studien beweisen. Häufig notwendige Augmentationsverfahren wie vertikaler Kieferkammsplit und Sinuslift können nunmehr mit einfachen und leicht zu erlernenden Verfahren auch von chirurgisch interessierten Zahnärzten mit minimiertem Komplikationsrisiko durchgeführt werden. In einer Multicenter-Studie wurde nachgewiesen, dass Einsteiger in der Augmentationschirurgie bereits vergleichbare Erfolgsraten wie chirurgisch fortgeschrittene Zahnärzte erzielen können. In dem dreiteiligen Webinar erfolgt eine Einführung in die Grundlagen der Piezotome-Chirurgie und Falldokumentationen sowie die Einführung in bildgebende Verfahren der 3. Dimension (DVT).

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